Casalgrande Padana steht erneut dem Architekturbüro Renzo Piano Building Workshop zur Seite

Casalgrande Padana steht erneut dem Architekturbüro Renzo Piano Building Workshop zur Seite

Eine zukunftsweisende Vision macht das neue Universitätsprojekt Manhattanville der Columbia University im Herzen von West Harlem zu einer auf urbaner Regeneration basierenden Erfahrung. Casalgrande Padana ist mit seinen vom Architekturbüro RPBW ausgewählten Keramikplatten einer der Protagonisten dieses bedeutenden Projekts.

Das mitten in Manhattan angesiedelte Universitätsprojekt verwandelt sich zu einer auf urbaner Regeneration basierenden Erfahrung

Die erste Phase des neuen, vom Architekturbüro Renzo Piano Building Workshop entworfenen Gebäudekomplexes des Manhattanville-Campus für den Fachbereich der Neurowissenschaften wurde in Betrieb genommen.

Casalgrande Padana trug zu diesem bedeutendem Bauwerk durch die Lieferung von Keramikmaterialien in Form von Feinsteinzeug für den Fußbodenbelag des Gebäudes bei: Materialien der neuesten Generation, die in der Lage sind, nicht nur optisch und auf die Qualitätder Oberflächen bezogen, sondern auch hinsichtlich ihrer Haltbarkeit, mechanischen Strapazierfähigkeit, einfachen Pflege und ihrer Fähigkeit, unterschiedlichsten Belastungsanforderungen in stark frequentierten oder fachlich spezialisierten Räumlichkeiten eine besondere Leistung zu bieten. Verwendet wurden insbesondere Platten der Linie Pietre Native, Kollektion Pietre Etrusche, Farbe Capalbio, Formate 60x120, 45x90 und 30x60 und Kollektion Basaltina, Farbe Linosa, Formate 30x60 und 30x30 sowie Platten der Linie Granitogres, Kollektion Unicolore, Farbe Bianco Assoluto, Format 30x60.

Die 1754 auf der heute als Upper West Side bekannten Seite der Insel Manhattan gegründete Columbia University zählt zu den angesehensten Hochschulen weltweit (ihre Wissenschaftler erhielten insgesamt 101 Nobelpreise) und kommt auf der Liste der bedeutenden Forschungseinrichtungen direkt nach Harvard.

Von Anfang an war die Universität Columbia stark im Stadtgeflecht von New York verwurzelt. Eine Verbindung, die auch jetzt im Rahmen der kürzlich im stillgelegten Industriegebiet von West Harlem erfolgten Erweiterung wieder bestätigt und untermauert werden sollte.

Die Entwicklung des Masterplans für den neuen Campus Manhattanville vertraute die Hochschule den Architekturbüros RPBW (Renzo Piano Building Workshop) und SOM (Skidmore, Owings & Merrill) an.

Bei der Entwicklung ihres Programms spielte die Interpretation des diese angesehene Institution ausmachenden Geists und ihrer Tradition eine maßgebliche Rolle. Entsprechend wichtig war die Aufstellung des neuen Campus als funktionelles Forschungs- und Wissenszentrum, das mit der ihn umgebenden Stadt eng verflochten und in diese eingebunden ist. Tatsächlich wurde der Komplex als offene Struktur konzipiert. Diese sollte nicht nur in der Lage sein, Beziehungen und den Austausch zwischen Forschern und Studenten der unterschiedlichen und in den verschiedenen Campusgebäuden untergebrachten (wissenschaftlichen und künstlerischen) Fachbereiche zu ermutigen und zu unterstützen, sondern auch durch die gemeinsamen Nutzung von Räumlichkeiten und Serviceeinrichtungen mit der außeruniversitären Stadtbevölkerung.

 

Architektur und Keramik

Viele Personen haben zur Entwicklung und Realisierung eines so komplexen Werkes beigetragen. Hinsichtlich des Themas Keramik sei die wichtige Rolle der Lieferkoordination für die Feinsteinzeugplatten von Casalgrande Padana erwähnt, die von ProSpec, dem New Yorker Vertriebspartner, durchgeführt und abgewickelt wird.

In diesem Zusammenhang haben wir zur Vertiefung der an das Keramikprojekt des Jerome L. Greene Science Center (Mortimer B. Zuckerman Mind Brain Bahavior Institute) gebundenen Themen Antoine Chaaya einige Fragen gestellt. Er hat als Projektleiter die Entwicklung der Arbeiten und ihre Umsetzung betreut und ist einer der führenden Köpfe von RPBW.

Das Verhältnis von Keramik und Architektur vereint ausdrucksrelevante Werte und technologische Inhalte. Wie verträgt sich das mit den allgemeineren von RPBW entwickelten architektonischen Zielen?

Antoine Chaaya. Der architektonische Ansatz von RPBW beruht unter anderem auf der Erforschung neuer Materialien, deren Verwendung und Entwicklung. Keramik ist ein sehr interessantes Material, das wir sowohl als Fassadenkomponente als auch als Fußbodenbelag bereits ausgelotet haben.

Ihr Büro hat schon oft Keramikmaterialien im architektonischen Bereich verwendet. Was haben Sie aus Ihren bisherigen Erfahrungen gelernt?

A.C.Keramik ist haltbar und in stark frequentierten Bereichen äußerst trittfest. Außerdem ist sie schön und bietet eine große Auswahl an Oberflächentexturen und Farben. Zusätzlich zur ästhetischen Qualität ist Keramik durch ihre geringe Stärke und hohe Widerstandsfähigkeit ein leichtes Material, das schweren Materialien wie Beton und Stein ähnelt, aber kostengünstiger ist.

Insbesondere im Bereich der Planung von Fußbodenbelägen und Wandverkleidungen für komplexe Gebäude sind Keramikmaterialien der letzten Generation seit Jahren zweifellos tonangebend. Formate, Farben, Oberflächenstrukturen, Haltbarkeit: Der kreative Raum ist unendlich. Welche Materialeigenschaften stimulieren vorrangig ihre Planung?

A.C. Haltbarkeit, reichhaltige Texturen, Licht- und Farbschwingungen sowie die Möglichkeit der Verwendung großer Platten, durch die sich die Fugenzahl verringern und eine große, homogene Fläche gestalten lässt.

An welcher Stelle wird das Keramikprojekt Teil Ihres Planungsprozesses?

A.C. Es kommt darauf an. Wenn Keramik im Rahmen des Gebäudebaus oder für die Fassade verwendet wird, wird sie bereits in einer frühen Phase Teil des Projekts. Wird sie jedoch für Fußbodenbeläge verwendet, beschäftigen wir uns zu einem späteren Zeitpunkt damit

Was waren im Rahmen eines derart komplexen und differenzierten Projekts wie dem der Columbia University die wichtigsten dem Keramikprojekt zugrundeliegenden Aspekte und Entscheidungen hinsichtlich dessen kontextualer Ausdrucksqualität?

A.C. Bezüglich des Campus-Projekts der Columbia University in Manhattanville beruhte die ursprüngliche Design-Idee auf der Verwendung eines Betonfußbodens mit polierter Oberfläche. Da die Stahlstruktur des Gebäudes aus statischen Gründen eine gewisse Beweglichkeit erfordert, befürchteten wir, dass es zu Rissen im Fußbodensystem kommen könnte. Die großen, 24"x48" Keramikfliesen bieten eine ähnliche Optik und sind dabei noch sehr trittfest. Es war eine sehr gute und zweckmäßige Entscheidung.

Gab es besondere und maßgebliche Aspekte für die Verlegung zur Überwindung unvermeidlicher, mit einem Gebäude dieser Größenordnung einhergehender Herausforderungen an einem amerikanischen Standort, der bezüglich Anforderungen, Bestimmungen, aber auch Geschmack und Oberfläche seine ganz eigenen Spielregeln mit sich bringt?

A.C. Es gibt eigentlich keine spezifischen Anforderungen oder Standards für die USA. Alles hängt vom Projekt und den jeweiligen Standortbedingungen ab. Die Verwendung von 24"x48" großen Fliesen auf einer großen Fläche, die nur eine geringe Materialstärke und Toleranz zwischen Deckenplatte und Fliesen zuließ, und der Erhalt einer ebenen Oberfläche stellten uns vor eine große Herausforderung. Aus diesem Grund hat das Design-Team auf die Keramikfliesenlösung gesetzt.

Wie empfanden Sie die Zusammenarbeit mit Casalgrande Padana zur Umsetzung eines derart komplexen Projekts und während der Leitung einer praktisch hinsichtlich der Produktionsanlagen von Casalgrande an der anderen Seite der Welt befindlichen Baustelle?

A.C. Unsere Zusammenarbeit mit Casalgrande war sehr positiv und konstruktiv. Casalgrande Padana war professionell und hat eine hohe Bereitschaft bewiesen, fristgerecht technische Unterstützung, Informationen und Muster in Paris und New York bereitzustellen, wodurch das Design-Team und die Gebäudenutzer effizientere Entscheidungen treffen konnten.

Für weitere Informationen zum Projekt und zum Interview mit Antoine Chaaya hier klicken.

 

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