„Les Docks de Marseille“ – Ein historisches Gebäude von Marseille, für die Zukunft geplant.

„Les Docks de Marseille“ – Ein historisches Gebäude von Marseille, für die Zukunft geplant.

ph: ©Boegly


„Docks von Marseille“, der Standort und das Projekt

Von den Franzosen werden sie „Les Docks de Marseille“ genannt. Hinter diesem Namen verbirgt sich ein im „Geschäftsviertel“ der Stadt Marseille gelegenes historisches Gebäude. Dort haben mehr als 200 Firmen ihren Sitz, die insgesamt etwa 3.500 Mitarbeiter beschäftigen. Doch die Docks von Marseille enthalten nicht nur Büroräume: im Inneren dieses historischen Gebäudes befinden sich auch die Hauptsitze von Unternehmen und Konzernen, Restaurants und viele andere Dienstleister. Dank des Architekturbüros 5+1AA von Alfonso Femia und Gianluca Peluffo und durch den Einsatz von Materialien von Casalgrande Padana hat es einen wichtigen Schritt in die Zukunft gemacht.

 

Ein Diamant lässt die Docks von Marseille strahlen: Diamante Boa

Die Docks von Marseille vermitteln nicht nur einen Hauch von Wiedergeburt und Renaissance, sondern waren auch dank der Fantasie der Architekten Femia und Peluffo und der Verwendung von Feinsteinzeugplatten von Casalgrande Padana Gegenstand einer groß angelegten Umgestaltung. Fast 3.000 m2 Material waren erforderlich, um den Docks von Marseille ein neues Gesicht zu geben. Die Auswahl der Architekten Peluffo und Femia fiel vor allem auf die Platten der Kollektionen Granitogres Unicolore

(in den Farben Blu forte, Blu chiaro, Blu scuro, Azzurro, Bianco), Granitoker Cemento (in der Farbvariante Cassero grigio), Gresplus Diamante Boa und Sonderelemente nach Design. Wie bereits erwähnt, haben die Platten – die für die Fassadenverkleidung, die externen und internen Bodenbeläge und die Wandverkleidungen der Innenbereiche verwendet wurden – die Innenhöfe und Durchgänge mit farblichen Kontrasten und innovativen Formen aufgewertet.

Die Fassadenverkleidung der Innenhöfe der Docks von Marseille wurde mithilfe von Keramikelementen und Verlegungssystemen realisiert, die speziell von den Planern entwickelt und nach Design ausgeführt wurden.

Für den „Blauen Hof“ wurden Feinsteinzeugfliesen der Linie Granitogres, Kollektion Unicolore, in den Farben Blu, Blu Forte, Verde, Bianco B und anderen Sonderfarben verwendet.

Die Besonderheit bei diesem Keramikprojekt liegt in der Tatsache, dass die Platten, die im Format 30×30 cm hergestellt mit polierter Oberfläche hergestellt wurden, zunächst zerbrochen und dann geschickt in einem originellen Krakelee wieder zusammengesetzt und mit einem geeigneten Klebstoff auf Aluminiumplatten geleimt wurden. Die so gewonnenen Elemente wurden schließlich auf die Baustelle geliefert, um dort an einer speziellen, entsprechend vorbereiteten Metallunterkonstruktion befestigt zu werden. Ein ähnliches Verfahren wurde für den Bodenbelag der Außenbereiche angewandt.

Für den „Grünen Hof“ wurden ad hoc Feinsteinzeugplatten mit einer Größe von 60×60 cm und einer Stärke von 10,5 mm hergestellt, die sich durch eine strukturierte Oberfläche auszeichnen, die mithilfe des Abgusses von einem speziellen „Gipsabdruck“ entstanden, der von dem Keramikkünstler Danilo Trogu entworfen und gefertigt wurde.

Die in 5 farblich abgestuften grünen RAL-Farben hergestellten Keramikplatten wurden mit Hydrojet-Technik zugeschnitten, um zwei rhomboide Elemente aus jedem Stück zu erhalten. Jede Platte wurde dann mithilfe eines Glasfaser-Sicherheitsnetzes verstärkt. Schließlich wurden sie auf der Rückseite mit jeweils 4 konischen Bohrungen von 5,5 mm Tiefe versehen, um die speziellen Metall-Expansionsdübel vom Typ Keil aufnehmen zu können, mit denen jede einzelne Platte an der an der Fassade befestigten Metallunterstruktur verankert wurde. Die Lieferung und Montage der Metallstruktur sowie die Verlegung der Fliesen wurden von der Firma Bodino Engineering aus Turin durchgeführt.

Wie bereits zuvor erwähnt wurden innerhalb des Gebäudes Keramikmaterialien der Kollektion Cemento in der Farbe Cassero grigio und der Kollektion Diamante Boa verwendet.

 

Die Geschichte der Docks von Marseille in wenigen Worten.

Das ursprüngliche Projekt der Docks von Marseille wurde von Paulin Talabot – einem Politiker und erfolgreichen Ingenieur – im Jahr 1856 initiiert.

Es wurde unter Leitung des Architekten Gustave Desplaces umgesetzt. „Les Docks de Marseille“ verfügte über 4 Lagerhallen mit eigenem Innenhof und hatte ein eigenes Verwaltungsgebäude, das sogenannte „Hôtel de Direction“.

„Mitte des Neunzehnten Jahrhunderts, als die Docks von Marseille gebaut wurden, galten sie als das drittgrößte Bauwerk in Frankreich. – ist in einem Artikel auf Abitare.it zu lesen, der der vom Architekturbüro 5+1AA durchgeführten Sanierung gewidmet ist – „Und das kann man sich im Anblick dieses gewaltigen Komplexes aus weißem Stein aus der Provence mit seinen fast 400 Metern Länge und den 6 Stockwerken, der den Handelshafen flankiert, leicht vorstellen. Zudem ist das Gebäude nicht weit vom Quartier du Panier, dem alten Stadtzentrum, entfernt.“

http://www.abitare.it/it/habitat/urban-design/2016/02/16/docks-marsiglia-51aa/

 

Das Gebäude wurde bereits einmal im Jahr 1995 renoviert und in ein Büro- und Geschäftsgebäude umgewandelt. Dabei wurde jedoch das Erdgeschoss nicht berücksichtigt, das bei jenen, die die Stadt und ihre Docks in vollen Zügen, natürlich und abenteuerlich erleben wollten, wenig Interesse weckte. Aus dem Bedürfnis heraus, ein einzigartiges Erlebnis im städtischen Umfeld von Marseille zu gestalten, brauchte es mehr, um den Bereich neu zu beleben. Das alles ist auch der Tatsache zu verdanken, dass 2007 die Kontrolle des gesamten Komplexes der Firma JP Morgan Asset Management anvertraut wurde.

An diesem Punkt bemühte sich das Architekturbüro 5+1AA – das mit der Neugestaltung dieses so delikaten und potentiell so vielversprechenden städtischen Raums beauftragt wurde – die Essenz dieser Räume zu erfassen. Der Architekt Alfonso Femia äußerte sich folgendermaßen gegenüber Abitare.it:

„Der Ausgangspunkt war die Suche nach der Seele der Docks […] Das Gebäude war über viele Jahre im Frachthafen verborgen und von den Einwohnern von Marseille als eine physische Grenze zwischen Ost und West, zwischen Altstadt und Meer verstanden worden. Wir haben versucht, daraus einen öffentlichen, durchlässigen, freundlichen, produktiven und sozialen Ort zu machen, der aber auch mit einer gewissen Intimität verbunden ist“.

http://www.abitare.it/it/habitat/urban-design/2016/02/16/docks-marsiglia-51aa/

Aus diesem Verständnis heraus entstand die narrative Idee, die Besucher durch einen zentralen Bereich des Gebäudes zu begleiten, der in einen öffentlichen Raum verwandelt wurde und die beiden Plätze verbindet, die sich an den Enden der Docks befinden: Place de la Joliette und Place de la Méditerranée. Letzterer wurde zusätzlich durch eine durchbrochene Metallstruktur aufgewertet, die die Fassade der Docks verkleidet und eine suggestive Unterstützung für die Worte von Schriftstellern und Poeten bildet, die einmal über diese Orte und diese Umgebung berichten möchten.

 

Warum sprechen wir über die Docks von Marseille?

Ein weiterer großer Meilenstein, den die Docks von Marseille in ihrer langen Geschichte erreicht haben, ist ihre Rolle als Hauptdarsteller der Zehnten Ausgabe des Internationalen Architekturwettbewerbs „Grand Prix“. In der Tat hat das Architekturbüro 5+1AA Materialien von Casalgrande Padana gewählt, um den Räumen und Bauten mithilfe der Keramik einen neuen Aspekt und Charakter zu verleihen und so ein Projekt zu realisieren, dass auf der offiziellen Webseite folgendermaßen beschrieben wird:

„Die Schönheit des Ortes enthüllen, um sie mit anderen zu teilen. Der Umbau der Docks von Marseille ermöglicht es, die Verbindungen zwischen dem Standort und der Stadt, zwischen den Nutzern und den Bewohnern der Orte und zwischen Vergangenheit und Zukunft neu zu knüpfen. Die Architektur ist eine spezifische Antwort auf einen präzisen Kontext: das Projekt knüpft Verbindungen zwischen den Docks, der Stadt und dem Meer; der Keller des bestehenden Gebäudes wird zu einem offenen System, das sich durch Penetration, Transparenz und neue Beziehungen bis zum Meer erstreckt; die Gestaltung der Innenhöfe soll den unterschiedlichen Strömungen und deren Intensität in Bezug auf die Orte gerecht werden“.

http://www.5piu1aa.com/it/2013/06/docks-di-marsiglia/

 

„Docks von Marseille“: unter den Gewinnern des Grand Prix

Diesem Projekt, welches Kandidat beim Internationalen Architekturwettbewerb „Grand Prix“ war, wurde der Ersten Preis in der Kategorie Fassadenverkleidungen verliehen. Hier ein Auszug aus der Begründung der Jury:

„Die architektonische und technologische Qualität zeugen mit dem Umfang und der Größe der vom Architekturbüro 5+1AA präsentierten Arbeiten von dem Ausmaß der Zusammenarbeit zwischen den Planern und der Firma, um neue Lösungen mit bemerkenswertem Inhalt zu entwerfen und zu entwickeln. […] Insbesondere streicht die Jury die geschmackvolle Arbeit der Restauration und Sanierung der Docks von Marseille heraus, einem wichtigen Hafenspeicher, der sich als Grenzgebiet zwischen Architekturprojekt und künstlerischer Installation anbietet, wo die Keramik durch zwei verschiedene Anwendungsmethoden den absoluten Hauptdarsteller bildet: durch Fragmentierung und geschickte Neukomposition des verlegten Materials nach einem präzisen Anwendungsschema; und durch die Überlagerung von Keramikelementen nach Design, die auf einer besonderen Metall-Unterkonstruktion fixiert sind“.

Der vollständige Text und eine umfangreiche Fotogalerie sind auf der offiziellen Webseite des Architekturwettbewerbs „Grand Prix“ unter folgendem Link zu finden:

http://www.grandprixcasalgrandepadana.com/it/10/primorivest-docks-decima-edizione.aspx

 

Weitere Informationen und interessante Links

Um mehr über die Docks von Marseille, das Architekturbüro 5+1AA und die von ihm an diesem antiken (und nun hochmodernen) Gebäude von Marseille durchgeführten Arbeiten zu erfahren, laden wir Sie ein, die Fotogalerie auf der Webseite von Casalgrande Padana, auf die Sie über diesen Link gelangen können, und eine weitere Auswahl von Fotografien auf unserer Facebook-Seite zu besuchen. Dort können Sie Ihren Kommentar dazu schreiben und mit allen die neuen und klassischen, modernen und antiken Docks von Marseille teilen, so wie sie von der Fantasie des Architekturbüros 5+1AA von Alfonso Femia und Gianluca Peluffo und den Feinsteinzeugplatten von Casalgrande Padana transformiert wurden.

Denn wenn es stimmt, dass die Docks ein Hafen waren – ein Schauplatz des Austauschs und des Reisens, von Abschied und Rückkehr – ist es ebenso wahr, dass es keinen geeigneteren Ort auf der Welt gibt, um seine Segel auf dem weiten Meer der Architektur zu setzen, um sofort damit zu beginnen, alle Geheimnisse und Schönheiten zu entdecken.

Gute Reise!

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